Was sind Trade-Orders?

Von Kraken Learn team
15 Min.
4. Februar 2025

Einsteigerleitfaden zu benutzerdefinierten Orders

Trade-Orders sind ein Sammelbegriff für die verschiedenen Arten von Transaktionen, die Trader beim Kaufen und Verkaufen von Assets nutzen können, darunter auch Kryptowährungen.

Unterschiedliche Ereignisse am Kryptomarkt erfordern unterschiedliche Handelsstrategien. Um diesen Szenarien gerecht zu werden, bieten viele Krypto-Plattformen eine Vielzahl an Ordertypen an.

Damit können Trader der Plattform weit mehr Anweisungen geben als nur „digitales Asset X jetzt zum aktuellen Preis kaufen/verkaufen“. Faktoren wie die Ausführung, Laufzeit sowie Gewinn/Verlust-Parameter eines Trades lassen sich über verschiedene Ordertypen konfigurieren.

Der Unterschied zwischen Einsteigern und erfahrenen Marktteilnehmern liegt oft darin, wie sie unterschiedliche Ordertypen einsetzen, um ihre individuelle Anlagestrategie optimal umzusetzen.

Limit-Order

Eine Limit-Order im Finanzhandel ist eine Order zum Kauf oder Verkauf eines Assets zu einem bestimmten Preis oder besser. Dieser Ordertyp dient dazu, den maximalen Preis festzulegen, den der Trader zu zahlen bereit ist, oder den Mindestpreis, den er für das Asset zu akzeptieren bereit ist. Trader nutzen Kauf- und Verkaufs-Limit-Orders, um sich gegen plötzliche Preisbewegungen abzusichern und den bestmöglichen Preis für ihre Order zu erzielen.

Die Limit-Order gehört zu den am häufigsten verwendeten Ordertypen.

Steht keine Gegenpartei-Order zur sofortigen Ausführung bereit, kann ein Trader seine Limit-Order offen lassen, bis sie ausgeführt, storniert oder ausgelaufen ist.

Mit einer Limit-Order kann ein Trader im Voraus den Mindestpreis festlegen, den er beim Verkauf eines Assets erhält, oder den Höchstpreis, den er beim Kauf eines Assets zahlt.

Beispiel: Jemand möchte Bitcoin (BTC) im Wert von 1.000 $ zu einem Marktpreis von 25.000 $ pro BTC kaufen. Dazu könnte er eine Limit-Order mit diesen Parametern platzieren.

In manchen Fällen, etwa wenn im Orderbuch eine Verkaufsorder mit ausreichendem Volumen zu einem niedrigeren Preis als dem der Kauforder vorliegt, kann die Limit-Order sogar zu einem besseren Preis als ursprünglich festgelegt ausgeführt werden. Liegt im Orderbuch keine Order zu einem günstigeren Preis vor, kann der Trader seine Limit-Order offen lassen, bis sie ausgeführt, storniert oder ausgelaufen ist.

Limit order

Market-Orders

Eine Market-Order führt einen Trade sofort zum besten verfügbaren Marktpreis aus.

Mit Market-Orders kannst du sofort in den Markt ein- oder aussteigen, indem du zu den bestbepreisten Gegenorders im Orderbuch kaufst oder verkaufst. Je nach Orderbuchtiefe und Liquidität kann die Differenz zwischen dem notierten Preis der Market-Order und den tatsächlichen Ausführungspreisen erheblich ausfallen. Diese Differenz zwischen dem aktuellen Marktpreis eines Assets und dem durchschnittlichen Ausführungspreis eines Trades nennt man Slippage.

Market-Orders werden häufig von Tradern bevorzugt, denen es beim Ein- oder Ausstieg in schnelllebigen Märkten mehr auf Geschwindigkeit und Sicherheit als auf den genauen Preis ankommt.

Ein Trader möchte zum Beispiel seine Ether-(ETH-)Position so schnell wie möglich schließen. Diese Entscheidung kann eine Reaktion auf eine makroökonomische Veränderung, eine aktuelle Nachricht oder einen Stimmungsumschwung sein. Er beschließt, eine Market-Order zum Verkauf von 50 Ether (ETH) aufzugeben. Enthält das Orderbuch nahe dem aktuellen Marktpreis große Bids (Kauforders), kann der Trader den Markt mit geringer Slippage verlassen. Beim Kauf von 50 ETH wäre das Gegenteil der Fall, wenn im Orderbuch nur wenige, kleinere Asks (Verkaufsorders) vorhanden wären.

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Stop-Loss-Order

Eine Stop-Loss-Order ist ein Ordertyp im Finanzhandel, mit dem sich Verluste bei einer Position in einem Asset begrenzen lassen. Eine Stop-Loss-Order soll den Verlust einer Position begrenzen, indem das Asset verkauft wird, sobald der Preis ein bestimmtes Niveau erreicht. Der Preis, bei dem die Stop-Loss-Order gesetzt wird, ist der Stop-Preis. Erreicht der Preis des Assets den Stop-Preis, löst das System die Order aus und verkauft das Asset zum aktuellen Marktpreis.

Du kannst dir diese Orders als Sicherheitsnetz vorstellen, das dein Verlustrisiko begrenzen kann. Trader nutzen Stop-Loss-Orders, um ihre Trades gegen unerwartete Bewegungen abzusichern. Es ist jedoch zu beachten, dass Stop-Loss-Orders nicht immer wie erwartet funktionieren. Technische Fehler und geringe Liquidität können zum Beispiel die Ausführung von Stop-Loss-Orders beeinträchtigen.

Ein Trader kauft Dogecoin (DOGE) erfolgreich zu 0,07 $ pro Coin, ist aber wegen der hohen Marktvolatilität besorgt. Um sein Verlustrisiko zu begrenzen, platziert er eine Stop-Loss-Order bei 0,05 $ pro Coin. Fällt der Preis von Dogecoin auf oder unter den Trigger-Preis des Stop-Loss, kann der Stop-Loss den Trade schließen. Fällt der Markt stark und stehen nicht genügend Gegenorders zur Ausführung des Stop-Loss-Trades zur Verfügung, kann die Ausführung fehlschlagen.

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Stop-Loss-Limit-Order

Dieser Order-Typ vereint die Features einer Stop-Loss-Order und einer Limit-Order.

Stop-Loss-Limit-Orders (oder Stop-Limit-Orders) bieten Tradern mehr Komfort und ersparen es, zwei separate Orders zu platzieren.

Eine Stop-Loss-Limit-Order soll Verluste einer Position begrenzen. Es handelt sich um eine Order zum Kauf oder Verkauf eines Assets, sobald ein bestimmter Preis – der Stop-Preis – erreicht wird. Erreicht der aktuelle Preis den Stop-Preis, wird die Order zu einer Limit-Order zum Kauf oder Verkauf zum Limit-Preis oder besser. Dieser Order-Typ dient dem Schutz vor weiteren Verlusten, falls sich der Preis des Assets ungünstig entwickelt.

Ein Trader kann einen Trigger-Preis und einen Limit-Preis festlegen, um eine konkrete Preisspanne für die Orderausführung zu definieren. Stop-Loss-Limit-Orders sind hilfreich, wenn Trader Verluste begrenzen und zugleich den Mindestpreis kontrollieren möchten, zu dem der Trade ausgeführt wird.

Ein Trader hält zum Beispiel eine offene Long-Position auf SOL und entscheidet sich, eine Stop-Loss-Limit-Order im Markt SOL/USDT zu platzieren. In diesem Beispiel liegt der Preis von SOL aktuell bei 20 $. Der Trader setzt den Stop-Preis auf 18 $ und den Limit-Preis auf 17,80 $. Erreicht der Preis den Stop-Trigger-Preis von 18 $, platziert die Trading-Plattform eine Limit-Verkaufsorder zu 17,80 $ oder besser.

Stop-Loss-Limit-Orders können es einem Trader ermöglichen, aus dem Markt auszusteigen, wenn der Preis eines Assets zu fallen beginnt.

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Trailing-Stop-Order

Wenn du bereits eine Position hältst, kannst du mit einer Trailing-Stop-Order nicht realisierte Gewinne absichern: Der Stop zieht automatisch nach, sobald sich der Markt zu deinen Gunsten bewegt. Trailing-Stops liegen mit einem vordefinierten Puffer, dem sogenannten „Abstand“ (Offset), hinter dem aktuellen Preis. Diesen Abstand legt der Trader beim Erstellen der Order fest. 

Der Abstand kann entweder als Prozentsatz oder als Dollarbetrag angegeben werden. Trader können außerdem wählen, welcher Referenzpreis als Auslösesignal für den Stop dienen soll: der letzte Preis, der Mark-Preis oder der Indexpreis. 

Da Trailing-Stops bedingte Orders sind, wird der Stop als Market-Order ausgeführt und die Position geschlossen, sobald der Markt bis zum Abstand zurückläuft. Der Durchschnittspreis, zu dem die Position geschlossen wird, hängt daher ab von: a) der Liquidität im Orderbuch zum Zeitpunkt der Ausführung und b) dem Zeitpunkt, an dem der Markt zu deinem Stop zurückläuft. 

Beachte, dass sich Trailing-Stops nur dann bewegen, wenn der Markt zu deinen Gunsten läuft – nicht, wenn er gegen dich läuft. Das bedeutet: Baut ein Trade nach einer starken Bewegung deutliche nicht realisierte Gewinne auf, wird der Anteil, der davon wieder abgegeben werden kann, durch den Trailing-Stop begrenzt. Denn der Markt kann nur so weit zurücklaufen, bis die Position geschlossen wird. Läuft ein Trade über einen längeren Zeitraum weiter zu deinen Gunsten, zieht der Trailing-Stop entsprechend mit nach oben – so lange, bis der Markt schließlich weit genug zurückläuft und die Position geschlossen wird. 

Sehen wir uns ein Szenario an, in dem ein Trader einen Trailing-Stop einsetzen könnte. Der Trader möchte Bitcoin (BTC) kaufen, und zwar zu 50.000 $. Nachdem die Limit-Order ausgeführt wurde, steigt der Preis schnell an, und der Trader beschließt, die Position mit einem Trailing-Stop abzusichern. Anhand der Average True Range (einem Maß für die Volatilität) entscheidet der Trader, den Stop 2.000 $ hinter dem aktuellen Preis von 51.000 $ nachzuziehen. Am folgenden Tag schnellt der Bitcoin-Preis kräftig auf 58.000 $ nach oben und läuft anschließend sofort auf 50.000 $ zurück. Da der Trader jedoch einen Trailing-Stop verwendet hat, wurde die Position nach einer geringen Slippage bei knapp unter 56.000 $ geschlossen – so musste er nicht die gesamten nicht realisierten Gewinne wieder abgeben. 

Der Vorteil eines automatisierten Stops: Sobald die Position ausgeführt ist, muss der Trader den Trade nicht mehr aktiv managen. Läuft ein Trade nach dem Einstieg wie gewünscht, bleibt er so lange offen, bis der Markt eine Take-Profit-Order erreicht oder bis zum Abstand zurückläuft. Trailing-Stops sind naturgemäß dynamisch und reagieren auf die Bewegungen eines Marktes. Trader können den Einsatz dieser Orders zusätzlich optimieren, indem sie den optimalen Abstand für jedes digitale Asset per Backtest ermitteln.

Ein solcher systematischer Ansatz kann für Trader hilfreich sein, die ihre Trades zu stark managen oder Gewinner-Trades zu früh schließen. Trailing-Stops sorgen außerdem dafür, dass jeder Trade im Risiko gemanagt wird: Potenzielle Verluste sind von Anfang an begrenzt (Gebühren und Slippage ausgenommen).

Trailing stop order

Iceberg-Order

Mit Eisberg-Orders kannst du Limit-Orders platzieren, ohne die Größe der gesamten Order preiszugeben.

Der Name spiegelt gut wider, wie sie funktionieren: Wird eine Eisberg-Order platziert, sehen andere Trader nur einen Bruchteil der Ordergröße – die Spitze des Eisbergs. Der Rest und damit der größere Teil der Order bleibt unter der Oberfläche und erscheint nicht im Orderbuch.

Der Zweck von Eisberg-Orders besteht darin, die Größe einer gewünschten Position zu verbergen. Das ist besonders nützlich für Trader, die große Positionen aufbauen möchten, ohne dass jemand davon erfährt. Es gibt mehrere Gründe, warum ein Trader so vorgehen möchte:

  • Kleinere Trader betreiben oft Frontrunning gegenüber größeren Tradern, indem sie ihre Bids vor deren Orders platzieren, um zuerst ausgeführt zu werden. Das kann dazu führen, dass der größere Trader beim Aufbau einer großen Position nur eine Teilausführung erhält. Da Eisberg-Orders nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtorder anzeigen, schöpfen andere Trader wahrscheinlich erst dann Verdacht, wenn ein erheblicher Teil der Order bereits ausgeführt wurde. 

  • Eisberg-Orders erlauben es größeren Tradern, ein digitales Asset schrittweise anzusammeln oder abzugeben, ohne andere Marktteilnehmer zu alarmieren, was ihre Fähigkeit beeinträchtigen könnte, effizient in eine Position ein- und auszusteigen. 

  • In einigen wenig gehandelten Märkten kann ein Einstieg über eine Market-Order zu einem deutlich schlechteren durchschnittlichen Ausführungspreis führen. Da Eisberg-Orders passive Limit-Orders sind, können sie einen Markt zwar vorübergehend ins Stocken bringen, ihn aber nicht aktiv bewegen. In Kombination damit, dass sie für andere Trader größtenteils unsichtbar bleiben, ermöglichen Eisberg-Orders daher insgesamt einen deutlich besseren Einstieg.

Nehmen wir als Beispiel an, ein Trader möchte 1.000 Solana (SOL) zu 100 $ kaufen.

Statt eine Market-Order zu nutzen (bei der Slippage entstehen kann) oder eine reguläre Limit-Order (bei der Frontrunning möglich ist), entscheidet sich der Trader für eine Eisberg-Order.

Der Trader füllt das Orderticket aus und wählt eine Anzeigemenge von 100 SOL – das ist die Menge, die im Orderbuch sichtbar sein wird. Der Rest der Order, 900 SOL, bleibt verborgen.

In diesem Szenario fällt der Preis von Solana auf 100 $ und stagniert, während andere Trader in den sichtbaren Bid von 100 SOL hinein verkaufen. Trotz mehrerer Market-Sell-Orders bleibt die Order über 100 SOL im Orderbuch und der Preis stagniert weiterhin bei 100 $ (die Anzeigemenge einer Eisberg-Order bleibt gleich, bis die gesamte Order ausgeführt ist).

Andere Trader werden misstrauisch, warum diese vermeintliche Order über 100 SOL immer noch nicht abgearbeitet ist. Bevor sie reagieren können, verschlingt eine letzte Welle panischer Verkäufer die letzten 100 SOL der Eisberg-Order, und die Position ist ausgeführt. Kurz darauf verlieren die Verkäufer an Schwung, und der Preis beginnt zu steigen.

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Take-Profit-Order

Eine Take-Profit-Order ist eine Orderart, mit der eine Position geschlossen wird, sobald sie ein bestimmtes Gewinnniveau erreicht.

Trader nutzen diesen Order-Typ, um Gewinne zu sichern, wenn sich der Markt zu ihren Gunsten entwickelt. Ein Trader kann eine Take-Profit-Order zu einem bestimmten Preis oder zu einem bestimmten Prozentsatz des aktuellen Marktpreises festlegen. Sobald die Order ausgelöst wird, wird sie zu einer Market-Order zum Verkauf, schließt die Position und realisiert die Gewinne.

Dieser Order-Typ kann für Trader nützlich sein, die Gewinne zu einem Zielpreis sichern möchten.

Diese Orders werden für den Trader ausgeführt, sobald der Marktpreis den Trigger-Preis erreicht.

Angenommen, jemand hält 100 MATIC-Token und geht davon aus, dass der Preis auf 1 $ steigen wird. Die Person setzt eine Take-Profit-Order bei 1 $, um 50 MATIC zum Marktpreis zu verkaufen, sobald dieses Niveau erreicht ist. So kann der Trader Gewinne realisieren und schrittweise aus seiner Position aussteigen, unabhängig davon, ob er online ist oder nicht.

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Take-Profit-Limit-Order

Take-Profit-Limit-Orders vereinen die Features einer Take-Profit- und einer Limit-Order.

Sie benötigen einen Trigger-Preis und einen Limit-Preis, um eine bestimmte Preisspanne für die Trade-Ausführung festzulegen, sobald der Zielpreis erreicht ist.

Eine Take-Profit-Limit-Order ist ein Ordertyp, mit dem eine Position geschlossen wird, sobald ein bestimmtes Preisniveau erreicht wird. Diese Order dient dazu, Gewinne zu sichern, sobald der Preis eines Assets ein vorher festgelegtes Niveau erreicht. Der Trader platziert eine Order zu einem Preis, der über dem aktuellen Marktpreis liegt. Erreicht der Preis das Limit, führt das System die Order aus und schließt die Position. Trader können diesen Ordertyp nutzen, um Gewinne abzusichern und Verluste zu begrenzen.

Diese Orders können hilfreich sein, wenn Trader Gewinne sichern und eine Position zu einem bestimmten Preis oder besser schließen möchten, sobald ein festgelegtes Kursziel erreicht wird.

Ein Trader könnte zum Beispiel eine Take-Profit-Limit-Order im Markt ADA/USDT mit einem Trigger-Preis von 0,37 $ und einem Limit-Preis von 0,36 $ setzen. Die Order wird aktiviert, sobald der Preis 0,37 $ erreicht, und der Trade wird zu einem Limit-Preis von 0,36 $ oder besser ausgeführt. Erreicht ADA/USDT den Zielpreis jedoch nicht, wird die Order nicht ausgelöst und die Position bleibt offen.

Diese Ordertypen bieten Tradern Flexibilität beim Management ihrer Trades und ermöglichen es ihnen, Positionen entsprechend ihrer Trading-Strategie zu eröffnen, zu schließen und abzusichern.

Take profit limit order

Worauf du bei der technischen Analyse achten solltest

Wenn du verschiedene Ordertypen für den Handel nutzt, solltest du mehrere Faktoren berücksichtigen, um fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Einen umfassenderen Überblick findest du im Artikel des Kraken Learn-Centers Eine kurze Einführung in die technische Analyse. Hier sind einige wichtige Faktoren, die du im Hinterkopf behalten solltest:

  • Preismuster: Erkenne und analysiere verschiedene Preismuster wie Trendlinien, Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, Chartmuster und Candlestick-Muster. Diese Muster können mitunter Einblicke in die Marktstimmung und mögliche zukünftige Preisbewegungen geben.

  • Indikatoren: Nutze technische Indikatoren, um zusätzliche Informationen über den Markt zu erhalten. Beispiele sind gleitende Durchschnitte, Relative Strength Index (RSI), Stochastik-Oszillator, MACD (Moving Average Convergence Divergence) und Bollinger-Bänder. Diese Indikatoren helfen dabei, Trends, überkaufte oder überverkaufte Marktphasen, Momentum und andere relevante Datenpunkte zu erkennen.

  • Volumen: Berücksichtige das Trading-Volumen im Zusammenhang mit Preisbewegungen. Ein höheres Volumen bestätigt oft die Stärke eines Trends oder zeigt eine erhebliche Marktbeteiligung an. Ein niedriges Volumen kann dagegen auf mangelndes Interesse oder eine mögliche Trendumkehr hindeuten.

  • Zeitrahmen: Analysiere die Preisentwicklung und Indikatoren über verschiedene Zeiträume hinweg, etwa kurzfristig (intraday), mittelfristig (täglich oder wöchentlich) und langfristig (monatlich oder quartalsweise). Unterschiedliche Zeitrahmen können unterschiedliche Trends und Muster aufzeigen und so einen umfassenderen Blick auf den Markt ermöglichen.

  • Marktkontext: Berücksichtige den breiteren Marktkontext und makroökonomische Faktoren. Analysiere den allgemeinen Markttrend, Wirtschaftsindikatoren, Nachrichtenereignisse und weitere Faktoren, die die Preisbewegung des von dir gehandelten Assets beeinflussen können.

  • Risikomanagement: Setze fundierte Risikomanagement-Strategien um, etwa das Setzen von Stop-Loss-Orders, das Festlegen von Risiko-Rendite-Verhältnissen und der Positionsgröße. Die technische Analyse kann nützliche Ein- und Ausstiegssignale liefern, aber ein solides Risikomanagement ist entscheidend, um Kapital zu schützen und potenzielle Verluste zu begrenzen.

  • Backtesting und Validierung: Teste und validiere deine Handelsstrategien anhand historischer Daten. Beim Backtesting wendest du deinen Ansatz der technischen Analyse auf historische Preisdaten an, um dessen Wirksamkeit zu bewerten. Dieser Prozess hilft dir, deine Strategien zu verfeinern und Vertrauen in ihren potenziellen Erfolg zu gewinnen.

  • Psychologische Faktoren: Sei dir des Einflusses psychologischer Faktoren auf deine Handelsentscheidungen bewusst. Emotionen wie Angst, Gier und Ungeduld können das Urteilsvermögen beeinträchtigen. Bleib diszipliniert, halte dich an deinen Handelsplan und vermeide impulsive Entscheidungen auf Basis kurzfristiger Schwankungen.

Denk daran: Die technische Analyse ist nur ein Werkzeug im Trading-Arsenal. Es ist wichtig, technische Analyse mit Fundamentalanalyse, Marktforschung und weiteren Informationsquellen zu kombinieren, um ausgewogene Handelsentscheidungen zu treffen.

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