Passives Einkommen mit Krypto erzielen
Mit Strategien wie Staking, Lending und Yield Farming kannst du passives Einkommen mit Krypto erzielen.
Staking ist der einsteigerfreundlichste Einstiegspunkt und bietet vergleichsweise stabile Renditen dafür, dass du Proof-of-Stake-Blockchains absicherst.
Höhere Renditen gehen oft mit höherem Risiko einher. Dreistellige APY-Versprechen nicht geprüfter Protokolle sind in der Regel nicht nachhaltig und unsicher.
Die Streuung auf verschiedene Strategien und Plattformen verringert die Abhängigkeit von einzelnen Ausfallpunkten.
Die richtige Strategie sollte sich nach deiner Erfahrung und Risikotoleranz richten, nicht danach, welche Option die höchste APY verspricht.
Ist passives Einkommen mit Krypto realistisch?
Ja, passives Einkommen mit Krypto ist realistisch – aber keine mühelose Geldmaschine, wie es manchmal dargestellt wird.
Anfang 2026 bringt Staking großer Proof-of-Stake-Token wie ETH rund 3–4 % APY, während das Verleihen von Stablecoins über DeFi-Protokolle 4–8 % einbringen kann. Diese Renditen entstehen durch wirtschaftliche Aktivität wie Transaktionsvalidierung, Kreditnehmerzinsen und Trading-Gebühren.
Auf ungeprüften Plattformen begegnen dir mitunter APY-Versprechen, die diese Werte weit übertreffen. Renditen müssen irgendwoher kommen – und so hohe Renditen sind in der Regel nur mit nicht nachhaltigen Mitteln zu erzielen, etwa Token-Anreize oder die Auszahlung früher Einzahler aus neuen Einzahlungen statt aus echten Einnahmen. Mehrere Plattformen, die 2022 kollabierten (Celsius, Voyager, Terra/Luna), basierten genau auf solchen Versprechen.
Passives Einkommen mit Krypto funktioniert, wenn die Renditen aus echter Nachfrage stammen, du die Risiken verstehst und nicht zu viel Kapital in eine einzige Strategie allokierst.
So funktioniert passives Krypto-Einkommen
Passives Einkommen mit Krypto funktioniert nach demselben Grundprinzip wie das traditionelle Finanzwesen. Du „verleihst" deine Assets oder stellst sie anderen zur Verfügung – und wirst dafür vergütet.
Da dieses Einkommen passiv erwirtschaftet wird, sind diese Strategien besonders attraktiv für alle, die ihre Krypto-Assets mit wenig Aufwand für sich arbeiten lassen möchten.
Im Krypto-Bereich gibt es dafür im Wesentlichen drei Hauptformen:
Staking: Du setzt Token ein, um Transaktionen auf einer Proof-of-Stake-Blockchain zu validieren. Das Netzwerk belohnt dich mit neu geminteten Token.
Lending: Du stellst Assets einem Protokoll oder einer Plattform zur Verfügung. Kreditnehmer zahlen Zinsen, an denen du anteilig verdienst.
Liquiditätsbereitstellung: Du hinterlegst Token-Paare im Liquiditätspool einer dezentralen Börse. Trader nutzen deine Liquidität, und du erhältst einen Anteil jeder Swap-Gebühr.
Jede Methode bringt ein unterschiedliches Maß an Komplexität und Risiko mit sich. Die folgenden Strategien erläutern, wie jede Methode funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie bietet und wie du einsteigst.

Bewährte Wege zum passiven Einkommen mit Krypto
Hier sind sechs gängige Methoden, um mit deinen Kryptowährungen passives Einkommen zu erzielen – jeweils mit einer Erklärung der Funktionsweise, den Vor- und Nachteilen sowie ersten Schritten zum Einstieg.
1. Krypto-Staking
Krypto-Staking gehört zu den beliebtesten und einsteigerfreundlichsten Methoden, um mit Krypto passives Einkommen zu erzielen. Du sperrst deine Token auf einer Proof-of-Stake-Blockchain, um Transaktionen zu validieren, und das Netzwerk zahlt dir dafür Prämien.
Staking-Prämien stammen aus dem Inflationsplan der Blockchain und Transaktionsgebühren – nicht aus Einzahlungen anderer Nutzer. Damit ist Staking eine der nachhaltigeren Einnahmequellen im Krypto-Bereich. Große Assets wie ETH erzielen aktuell rund 3–4 % APY, während Token wie SOL 6–8 % bieten.
Du kannst direkt staken, indem du eine Validierungs-Node betreibst (was technisches Know-how und im Fall von Ethereum mindestens 32 ETH erfordert), oder über eine Börse, die das technische Setup für dich übernimmt.
Vor- und Nachteile von Krypto-Staking
Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile des Krypto-Stakings, darunter Renditen, Token-Besitz und Unbonding-Zeiträume.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Relativ stabile und planbare Renditen in etablierten Netzwerken. | Manche Netzwerke haben Sperr- oder Unbonding-Zeiträume, in denen du nicht auf deine Token zugreifen kannst. |
Nach der Einrichtung ist kein aktives Management der Positionen erforderlich. | Der Token-Preis kann während des Stakings fallen und die Prämien dadurch ausgleichen. |
Du behältst das Eigentum an deinen Token und erhältst dabei weiterhin Prämien. | Slashing-Risiko, wenn ein Validator gegen Protokollregeln verstößt (auf großen Netzwerken jedoch selten). |
So legst du bei Kraken los
Kraken Staking unterstützt über 20 Assets mit flexiblen und gebondeten Optionen.
- Nutze den Staking-Prämienrechner, um potenzielle Renditen für verschiedene Assets abzuschätzen.
- Rufe die Kraken-Staking-Seite auf.
- Wähle dein Asset und die Staking-Methode (flexibel oder gebondet).
- Bestätige deinen Stake.

2. Liquid-Staking
Liquid-Staking löst den größten Nachteil des traditionellen Stakings: gebundenes Kapital. Beim Liquid-Staking erhältst du einen Derivat-Token (z. B. stETH für gestaktes ETH oder mSOL für gestaktes SOL), der deine gestakte Position einschließlich aufgelaufener Prämien abbildet.
Dieser Derivat-Token kann frei gehandelt, als Sicherheit in DeFi eingesetzt oder in Yield-Farming-Strategien für zusätzliche Renditen eingebracht werden. Du erzielst Staking-Prämien und dein Kapital bleibt dabei flexibel einsetzbar.
Im Jahr 2026 hat sich Liquid-Staking zu einer der dominierenden ETH-Staking-Formen entwickelt – Protokolle wie Lido, Rocket Pool und Jito bündeln Milliarden in gestakten Assets.
Vor- und Nachteile von Liquid-Staking
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Vor- und Nachteile des Liquid-Stakings, darunter Prämien, Smart-Contract-Risiken und Staking-Anforderungen.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Staking-Prämien verdienen, ohne Kapital zu binden. | Smart-Contract-Risiko durch das Liquid-Staking-Protokoll selbst. |
Derivat-Token können in DeFi für zusätzliche Renditen eingesetzt werden. | Derivat-Token können ihren Peg zum zugrundeliegenden Asset verlieren. |
Kein Mindest-Staking-Betrag bei den meisten Liquid-Staking-Protokollen. | Höhere Komplexität im Vergleich zum Standard-Staking an einer Börse. |
So legst du los
- Wähle ein Liquid-Staking-Protokoll (Lido für ETH, Marinade oder Jito für SOL).
- Verbinde deine Wallet und zahle deine Token ein.
- Erhalte deinen Liquid-Staking-Token (stETH, mSOL, jitoSOL).
- Halte ihn, um Staking-Prämien zu erhalten, oder setze ihn in DeFi für zusätzliche Renditen ein.
3. Krypto-Kreditvergabe
Mit Krypto-Kreditvergabe verdienst du Zinsen, indem du deine Assets auf einer Plattform bereitstellst, auf die Kreditnehmer zugreifen können. Das funktioniert ähnlich wie ein Sparkonto – allerdings sind die Zinssätze oft höher, und die Kredite werden durch Smart Contracts statt durch eine Bank abgewickelt.
Die Zinssätze richten sich nach Angebot und Nachfrage. Stablecoins wie USDC und USDT bieten in der Regel die konstantesten Renditen (typischerweise 4–8 % APY auf großen DeFi-Protokollen), da die Kreditnehmernachfrage nach ihnen vergleichsweise hoch bleibt. Volatilere Assets können höhere Zinsen einbringen, gehen aber mit mehr Risiko einher.
Vor- und Nachteile der Krypto-Kreditvergabe
Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile der Krypto-Kreditvergabe, darunter Renditen, Exposure, Smart-Contract-Risiken und technische Anforderungen.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Stablecoin-Lending bietet relativ planbare Renditen – ohne Exposure gegenüber Kursschwankungen einzelner Token. | Smart-Contract-Risiken: Fehler oder Exploits können zum Verlust hinterlegter Assets führen. |
Bei den meisten DeFi-Lending-Protokollen kannst du deine Assets jederzeit abziehen. | Zentralisierte Kreditplattformen bergen Kontrahentenrisiken – wie die Fälle Celsius und BlockFi gezeigt haben. |
Kein technisches Setup nötig – es genügt, eine Krypto-Wallet zu verbinden oder eine Plattform zu nutzen. | Die Zinssätze schwanken je nach Marktlage und Kreditnehmernachfrage. |
So legst du los
Wähle eine Kreditplattform: entweder eine DeFi-Option wie Aave oder Compound oder eine zentralisierte Alternative wie das DeFi Earn-Programm von Kraken.
Zahle deine Kryptowährung ein (Stablecoins sind die risikoärmste Option für Einsteiger).
Zinsen werden automatisch gutgeschrieben – in der Regel im selben Asset, das du eingezahlt hast.
Behalte die Zinssätze regelmäßig im Blick, da sie sich mit der Marktnachfrage ändern.
4. Yield Farming und Liquiditätsbereitstellung
Beim Yield Farming werden Krypto-Assets in DeFi-Protokolle eingezahlt, um Renditen zu erzielen. Die häufigste Form ist die Bereitstellung von Liquidität auf einer dezentralen Börse (DEX) wie Uniswap oder Curve.
Wenn du Liquidität bereitstellst, zahlst du ein Token-Paar in einen Pool ein. Trader nutzen deine Liquidität für Swaps – du erhältst dafür einen Anteil der Trading-Gebühren aus jeder Transaktion. Viele Protokolle verteilen außerdem Token als zusätzliche Prämien.
Yield Farming kann höhere potenzielle Renditen als Staking oder Kreditvergabe bieten, erfordert aber mehr aktives Management und birgt spezifische Risiken wie impermanenten Verlust – also Wertverluste gegenüber dem einfachen Halten der Token.
Vor- und Nachteile von Yield Farming
Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile von Yield Farming – von Renditen und Strategien bis hin zu Smart-Contract-Schwachstellen und Token-Wertsteigerung.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Potenzial für höhere Renditen als beim Staking oder Lending allein. | Impermanenter Verlust kann deine Gewinne schmälern oder vollständig aufzehren. |
Verdiene Token, die an Wert gewinnen können. | Smart-Contract-Schwachstellen können zum Totalverlust der Einlagen führen. |
Große Auswahl an Pools und Strategien. | Erfordert aktivere Überwachung und DeFi-Kenntnisse. |
So legst du los
- Starte mit Stablecoin-Stablecoin-Pools (z. B. USDC/USDT auf Curve), um das Risiko eines impermanenten Verlusts zu minimieren.
- Verbinde eine Web3-Wallet (z. B. MetaMask) mit dem DeFi-Protokoll deiner Wahl.
- Zahle ein Token-Paar in den Liquiditätspool ein und erhalte LP-Token.
- Beanspruche deine Prämien regelmäßig und erwäge, sie zu reinvestieren, um den Zinseszinseffekt zu nutzen.

5. Krypto-Sparpläne und Earn-Programme
Viele zentralisierte Börsen und Plattformen bieten Earn-Programme an, bei denen du deine Kryptowährungen einzahlst und über die Zeit Zinsen oder Prämien erhältst. Kraken Earn ermöglicht es dir beispielsweise, ungenutzte Assets ohne Mindestguthaben über eine Vielzahl unterstützter Token arbeiten zu lassen.
Earn-Programme gehören zu den einfachsten Wegen, passives Einkommen mit Krypto zu erzielen, da sie kaum technisches Wissen erfordern. Die Renditen liegen in der Regel unter denen DeFi-basierter Strategien – dafür punkten sie mit Komfort und einer vertrauten Nutzererfahrung.
Vor- und Nachteile von Earn-Programmen
Die folgende Tabelle zeigt die typischen Vor- und Nachteile von Earn-Programmen – von der Einrichtung bis zu den Auszahlungsoptionen.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Ganz einfach einzurichten – ohne Wallets, Smart Contracts oder DeFi-Kenntnisse. | Kontrahentenrisiko: Du vertraust der Plattform deine Assets an. |
Die Renditen werden meist vorab angezeigt, sodass du weißt, was dich erwartet. | Die Renditen sind in der Regel niedriger als bei DeFi-Alternativen. |
Manche Programme bieten flexible Auszahlungsoptionen. | Manche Programme binden deine Einlagen für eine feste Laufzeit. |
So legst du los
- Wähle eine seriöse Plattform mit nachgewiesener Erfolgsbilanz und transparenten Konditionen.
- Zahle unterstützte Assets in das Earn-Programm ein.
- Wähle je nach deinem Liquiditätsbedarf zwischen flexiblen und laufzeitgebundenen Optionen.
- Prämien werden in der Regel automatisch deinem Konto gutgeschrieben.
6. Betrieb eines Validierungs-Node
Wer einen Validierungs-Node betreibt, stellt die Infrastruktur bereit, die Transaktionen auf einer Proof-of-Stake-Blockchain verarbeitet und validiert. Es ist die aktivste Methode, um mit Krypto passives Einkommen zu erzielen, und bietet die höchsten möglichen Staking-Prämien – denn du teilst keine Gebühren mit einem Drittanbieter.
Dafür sind die Anforderungen beträchtlich. Der Betrieb eines Node erfordert technisches Know-how, dedizierte Hardware, hohe Verfügbarkeit und in vielen Fällen einen erheblichen Mindesteinsatz (bei Ethereum zum Beispiel 32 ETH). Diese Methode eignet sich vor allem für erfahrene Nutzer oder Institutionen.
Vor- und Nachteile des Validator-Betriebs
Die folgende Tabelle zeigt einige Vor- und Nachteile des Betriebs eines Validierungs-Node – von potenziellen Staking-Prämien bis zum Slashing-Risiko.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Höchste potenzielle Staking-Prämien – ohne Vermittlergebühren. | Erhebliches Startkapital erforderlich (mindestens 32 ETH für Ethereum). |
Volle Kontrolle über deinen Validator-Betrieb. | Technische Einrichtung und Wartung sind aufwendig. |
Direkter Beitrag zur Dezentralisierung und Sicherheit des Netzwerks. | Slashing-Risiko bei Ausfall oder Regelverstoß deiner Node. |
So legst du los
- Informiere dich über die technischen und Kapitalanforderungen deines gewählten Netzwerks.
- Richte dedizierte Hardware oder eine Cloud-Infrastruktur mit zuverlässiger Verfügbarkeit ein.
- Hinterlege den erforderlichen Mindest-Stake und konfiguriere deine Validator-Software.
- Überwache die Performance regelmäßig, um Ausfallzeiten und mögliche Slashing-Strafen zu vermeiden.
Wie viel passives Einkommen lässt sich mit Krypto erzielen?
Wie viel passives Einkommen du mit Krypto erzielen kannst, hängt von der gewählten Strategie, den eingesetzten Assets und den aktuellen Marktbedingungen ab. Hier sind realistische Rendite-Spannen, die du 2026 erwarten kannst:
- Staking großer PoS-Token (ETH, SOL, DOT): 3–8 % APY
- Stablecoin-Lending (Aave, Compound): 4–8 % APY
- Yield Farming (etablierte DEX-Pools): 5–20 %+ APY, abhängig vom Paar und Protokoll
- Krypto-Sparprogramme/Earn-Programme: 2–6 % APY
- Liquid Staking: Vergleichbar mit Standard-Staking (3–8 % APY), mit zusätzlicher DeFi-Composability
Sei vorsichtig bei Plattformen oder Pools, die deutlich höhere Renditen versprechen, ohne klar zu erklären, woher diese stammen. Nachhaltige Renditen basieren auf Transaktionsgebühren, Kreditnehmerzinsen und Protokollinflation.
Risiken passiver Krypto-Einnahmen
Jede Strategie für passives Krypto-Einkommen birgt eine Kombination aus Markt-, Technik- und Kontrahentenrisiko. Die folgenden Risiken solltest du kennen, bevor du Kapital in ein renditegenerierendes Produkt einzahlst.
- Marktvolatilität: Der Wert deiner gestakten oder eingezahlten Token kann erheblich sinken und so die erzielten Prämien zunichtemachen.
- Smart Contract-Risiko: DeFi-Protokolle basieren auf Code. Bugs, Exploits oder unzureichend geprüfte Smart Contracts können zum vollständigen Verlust der Einlagen führen.
- Plattform-/Kontrahentenrisiko: Zentralisierte Plattformen können insolvent werden, Auszahlungen einfrieren oder Opfer von Hacks werden. Die Zusammenbrüche von Celsius, Voyager und FTX im Jahr 2022 haben dieses Risiko deutlich gezeigt.
- Vorübergehender Verlust: Beim Bereitstellen von Liquidität kann der Wert deiner eingezahlten Token im Vergleich zum reinen Halten sinken und so deine effektive Rendite schmälern.
- Sperren: Manche Staking-Netzwerke verlangen Bonding-Zeiträume, in denen du deine Assets weder verkaufen noch übertragen kannst.
- Regulatorisches Risiko: Die Regeln rund um Staking, Lending und DeFi unterscheiden sich je nach Rechtsraum und entwickeln sich laufend weiter.
- Rug Pulls und Betrug: Neuere, ungeprüfte Protokolle können mit den hinterlegten Einlagen verschwinden. Halte dich an etablierte, geprüfte Plattformen.

Welche Strategie passt zu dir?
Die richtige Strategie hängt von deiner Erfahrung, deiner Risikotoleranz und dem Zeitaufwand ab, den du für das Management deiner Positionen einplanen möchtest.
- Ideal für Einsteiger: Staking über eine Börse oder Krypto-Sparprogramme. Minimaler Einrichtungsaufwand, kein DeFi-Wissen erforderlich – du kannst mit kleinen Beträgen starten.
- Ideal für langfristige Holder: Staking oder Liquid-Staking. Du hältst die Token ohnehin – Staking lässt sie arbeiten, ohne sie zu verkaufen.
- Am besten für stabilitätsorientierte Anleger: Stablecoin-Lending. Du erzielst Renditen, ohne Kursrisiken bei Kryptowährungen ausgesetzt zu sein.
- Am besten für fortgeschrittene DeFi-Nutzer: Yield Farming und Liquiditätsbereitstellung. Höhere Renditepotenziale, aber du musst impermanenten Verlust, Pool-Dynamiken und Smart-Contract-Risiken verstehen.
- Am besten für technisch versierte Nutzer: Betrieb eines Validierungs-Nodes. Maximale Prämien – setzt aber Kapital, Hardware und laufende Wartung voraus.
Viele erfahrene Krypto-Anleger kombinieren mehrere Strategien, um ihre Einnahmequellen zu diversifizieren und das Risiko eines einzelnen Ausfallpunkts zu minimieren.
Steuerliche Aspekte passiver Krypto-Einkünfte
In den meisten Ländern ist passives Einkommen aus Kryptowährungen steuerpflichtig. Staking-Prämien, Lending-Zinsen und Renditen aus Yield Farming gelten in der Regel zum Zeitpunkt des Erhalts als Einkommen – bewertet zum fairen Marktwert.
Wenn du die erhaltenen Token später verkaufst, tauschst oder ausgibst, kann auf den Wertzuwachs zwischen Erhalt und Veräußerung Kapitalertragssteuer anfallen.
Die Steuervorschriften variieren je nach Land und werden laufend weiterentwickelt. Führe genaue Aufzeichnungen über alle steuerrelevanten Krypto-Erträge – inklusive Zeitstempel und Marktwert zum Erhaltszeitpunkt – um die Steuererklärung zu erleichtern.
Spezifische Hinweise für die USA findest du in unserem Krypto-Steuerratgeber. Wie verschiedene Prämienarten steuerlich behandelt werden, erklären wir in unserem Ratgeber zur Steuerpflicht von Krypto-Prämien.

Tipps: Passives Krypto-Einkommen sicher maximieren
Ein paar praktische Gewohnheiten können viele vermeidbare Verluste beim passiven Krypto-Einkommen reduzieren. Keine davon eliminiert das Risiko vollständig, aber zusammen machen sie langfristig einen spürbaren Unterschied.
- Diversifiziere über Strategien und Plattformen hinweg. Verteile deine Assets auf mehrere Protokolle und Methoden.
- Nutze nur geprüfte Protokolle mit nachgewiesener Erfolgsbilanz. Prüfe, ob eine Plattform Sicherheitsaudits durchlaufen hat und bereits frühere Marktzyklen überstanden hat.
- Fang klein an. Teste jede neue Strategie zunächst mit einem kleinen Betrag, bevor du größeres Kapital einsetzt.
- Verstehe, woher die Rendite kommt. Wenn du die Quelle der Rendite nicht benennen kannst, ist das Risiko wahrscheinlich höher als es aussieht.
- Reinvestiere Prämien, um Renditen zu steigern. Viele Strategien ermöglichen automatisches Reinvestieren, was deine langfristigen Erträge spürbar erhöhen kann.
- Überwache deine Positionen regelmäßig. Auch „passive" Einkommensstrategien profitieren von regelmäßigen Kontrollen – um sicherzustellen, dass Renditen nicht gesunken oder neue Risiken entstanden sind.
- Führe Aufzeichnungen für Steuerzwecke. Halte jede erhaltene Prämie mit Zeitstempel und Wert fest. Das spart zur Steuerzeit erheblich Zeit und Aufwand.
Typische Fehler beim passiven Krypto-Einkommen
Viele der häufigsten Verluste beim passiven Krypto-Investment lassen sich auf wenige vermeidbare Fehler zurückführen. Die folgende Liste zeigt, worauf du achten solltest.
- Nicht nachhaltigen APYs nachjagen. Wenn ein Protokoll Renditen von über 50 % auf Stablecoins verspricht, frage dich, woher diese Rendite kommen soll. Gibt es keine klare Antwort, ist das ein Warnsignal.
- Smart-Contract-Risiken ignorieren. Auch geprüfte Protokolle können Sicherheitslücken aufweisen. Stecke in einen einzelnen Smart Contract nie mehr, als du dir leisten kannst zu verlieren.
- Alles auf eine Plattform setzen. Die Zusammenbrüche zentralisierter Kreditplattformen im Jahr 2022 haben gezeigt, warum Diversifikation über mehrere Plattformen hinweg wichtig ist.
- Impermanenten Verlust außer Acht lassen. Wer volatile Token-Paare mit Liquidität versorgt, kann am Ende eine geringere Rendite erzielen als beim bloßen Halten der Token.
- Steuerpflichten vernachlässigen. Staking-Prämien, Darlehenszinsen und Farming-Renditen sind beim Erhalt in der Regel steuerpflichtig. Wer sie nicht meldet, riskiert Strafen.
- Gebühren nicht einkalkulieren. Gas-Gebühren, Protokollgebühren und Börsengebühren schmälern allesamt deine Rendite. Berechne die Nettorendite – nicht nur den ausgewiesenen APY.
Kann man 2026 auf passives Krypto-Einkommen zählen?
Passives Einkommen aus Krypto kann eine sinnvolle Ergänzung deiner Finanzstrategie sein – es sollte aber nicht deine einzige Einkommensquelle sein.
Die Renditen sind real, und die zugrundeliegende Infrastruktur hat sich etabliert. Proof-of-Stake-Netzwerke sichern inzwischen Werte in Höhe von Hunderten von Milliarden, und DeFi-Kreditmärkte verwalten Dutzende von Milliarden in aktiven Einlagen. Das sind etablierte Bestandteile der Krypto-Wirtschaft – keine experimentellen Produkte.
Dennoch bleibt der Kryptomarkt volatil. Renditen schwanken, Token-Kurse sind volatil, und Plattformrisiken bleiben bestehen. Eine Staking-Prämie von 5 % APY bringt wenig, wenn der zugrunde liegende Token innerhalb eines Monats 30 % an Wert verliert.
Am zuverlässigsten ist es, passives Krypto-Einkommen als einen Baustein eines diversifizierten Portfolios zu betrachten. Kombiniere mehrere Strategien, nutze etablierte Plattformen und investiere nie mehr, als du dir leisten kannst zu verlieren.
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